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Umgangsformen: P wie Pünktlichkeit

„Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene.“
Helga Schäferling

Mit diesem Zitat wird auf den Punkt gebracht um was es geht. Wir treffen Verabredungen und terminieren sie, damit man einen gemeinsamen Treffpunkt hat. Es ist schlichtweg unhöflich, sich ständig zu verspäten und den anderen warten zu lassen. Dabei geht es nicht um 3 Minuten. Aber alles was über 5 Minuten hinaus geht, ist schlichtweg respektlos. Natürlich kann mal etwas dazwischen kommen oder man schafft es doch nicht. Dann wäre ein kleiner Anruf hilfreich und zwar dann, wenn der andere noch nicht aus dem Haus ist um pünktlich am Treffpunkt zu sein. Dann kann derjenige mit der „neu gewonnenen“ Zeit auch etwas anfangen und sie nicht sinnlos mit warten vergeuden. In die Arbeit schaffen wir es auch meistens pünktlich. Gerade unsere Freunde sollten uns das auch wert sein!

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Umgangsformen: O wie Ordnung

Es geht nicht um das penible Ordnen des ordnens Willen. Das sei klargestellt. Wer Unordnung hat, verliert aber schnell die Übersicht und gerät in Zeitnot. Ergebnis dieser Situation ist Stress und ineffizientes Arbeiten. Und noch während man verzweifelt in Eile eine wichtige Unterlage sucht, drängt sich die Frage auf: Wie finde ich in all den Anforderungen meines Alltages endlich innere Freiheit und eine neue Lebensqualität? Und genau das spiegelt jeder Mensch wieder und „belastet“ seine Mitmenschen.

Regel Nr. 15: O wie Ordnung – und so geht’s:

  • Denke und handele! Müll von Schätzen trennen. Sichten und entscheiden; bewahren und vernichten; sortieren und strukturieren – bis Schreibtisch und Büro »leer und gereinigt« sind, und die Möbel am richtigen Platz stehen.
  • Danach die »Neue Ordnung« zum Leben erwecken, und wieder einräumen. Dabei Strukturen und Abläufe festlegen, die der eigenen Persönlichkeit (und dem Aufgabenbereich) entsprechen. Konsequent einfach!
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Umgangsformen: N wie Neuigkeiten

Wie gut das es den Flurfunk gibt. Über diesen sind wir alle schon über Dinge informiert worden, die wir sonst vermutlich nie zu Gehör bekommen hätten. Doch Vorsicht wenn es sich um Personen handelt! Schnell kann dem Betroffenen Schaden zugefügt werden, ohne das dieser überhaupt jemals etwas über die neuesten Neuigkeiten in Kenntnis gesetzt wurde. Wie oft ist schon rausgekommen, dass die Gerüchte an den Haaren herbei gezogen sind. Abe der Ruf dieser Person isthinüber, den ein Fünkchen Rest-Gerücht bleibt hängen.

Drum lieber nachfragen woher das Gerücht stammt und die betroffene Person gleich einbeziehen. Am besten man macht bei sowas gar nicht mit.

Viel Spaß bei der Beobachtung der Regel Nr. 14: N wie Neuigkeiten.

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Umgangsformen: M wie Meeting

Inzwischen verbringen die Meisten von uns mehr Zeit in irgendwelchen Besprechungen, bzw. in Business-Sprache „Meetings“, als bei ihrer eigentlichen Arbeit. Nicht nur das das Tagesgeschäft liegen bleibt – die meisten Meetings sind so nutzlos, dass die Beteiligten danach genauso schlau sind wie vorher. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es sich in diversen Team-Meetings zu 90% um Schuhe, Klamotten und backen drehte. Das muss nicht immer so skuril sein, aber selbst wenn alle Beteiligten aneinander vorbei reden, ist das Meeting nicht sinnvoll. Daher sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

  • sich fragen, ob das Meeting wirklich erforderlich ist
  • die Liste der Teilnehmer kontrollieren, um eine echte Diskussion sicherzustellen
  • die Leitung der Sitzung so planen, dass Entscheidungen getroffen werden können, die mit den Zielen und dem Zweck der Besprechung erreicht werden sollen
  • Um eine effektive Besprechung zu gewährleisten, sollte Allen klar sein, worum es geht
  • Alle Personen, deren Erscheinen erforderlich ist, müssen teilnehmen, jedoch nur diese
  • Ziele, Teilnehmerkreis, Tagesordnung, Wahl des Besprechungsortes, Vorgehensweise, die Frage der Protokollierung und die Nachbesprechung sind festzulegen

Regel Nr. 13 der Umgangsformen: M wie Meeting!

Übrigens hat das durchaus mit Umgangsformen zu tun. Immerhin nehmen wir die wertvolle Zeit des anderen in Anspruch und strapazieren durch ungeschickte Besprechungs-Koordination womöglich die Nerven der Beteiligten.

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Umgangsformen: L wie Loben

Wir leben gerade in Bayern in einer Kultur, in der das nichts sagen bereits als Lob gehandhabt wird. Es läuft ja alles prima, wozu sollte man da seine Mitmenschen auch noch für irgendetwas loben? Ist doch selbstverständlich. Aber wehe wenn mal was nicht so läuft wie es sein sollte. Das wird gewettert, gezetert und gedonnert. Man steht als Betroffener innerlich schon kurz vor der Kündigung und sieht nur rot. Wir haben es in unserer Gesellschaft leider verlernt, Dinge nicht als Selbstverständlichkeit abzutun und besondere Leistungen zu würdigen und zu loben. Die Anerkennung muss nicht immer in Form von Geld stattfinden. Nein. Viel wichtiger und intensiver ist da das persönliche und gesprochene Wort.

Regel Nr. 12 der Umgangsformen: L wie Loben!

Einfach mal ein bisschen sensibler mit der Umwelt und seinem Umfeld umgehen und seine Mitmenschen ermutigen und motivieren, weiterhin Wunderbares  zu leisten.

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Umgangsformen: I wie Interesse

Bedeutungen:

[1] Gefühl oder Einstellung, von etwas mehr wissen zu wollen
[2] Tätigkeit, die man mag und in seiner Freizeit ausübt
[3] normative Gedanken, die Grund für Handlungen sind

Herkunft:

lat. inter = zwischen und esse = sein. (…) Erst im 18. Jh. übernimmt es die Bedeutung Aufmerksamkeit, Anteilnahme aus dem Frz. intérêt, diese Bedeutung wiederum stammt aus der lateinischen Form interest „es ist von Wichtigkeit“.

Von Wichtigkeit ist, seinem Gesprächspartner aufrichtiges Interesse entgegenzubringen und ihn in allem was er sagt, ernst zu nehmen. Das bedeutet, das man als aufmerksamer Zuhörer, seinen Mitmenschen nicht in’s Wort fällt und sie ausreden lässt. Und auf das Gesagte reagiert. Nicht nur seine eigenen Sachen loswerden will. Von Vorteil ist auch, sich das, was sein Gegenüber sagt, auch zu merken um so bei der nächsten Begegnung den Faden wieder aufnehmen zu können.

Deswegen Regel Nr. 9 der Umgangsformen: I wie Interesse!

… und schon klappt’s mit den zwischenmenschlichen Beziehungen! 🙂

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Umgangsformen: H wie Handy

Immer und überall sind wir in Begleitung unserer Handys oder anderer portabler Telefone (vor allem im Büro). Das ist auch gut so, denn wir wollen ja auch zu jeder Zeit erreichbar sein. Doch auch hier gibt es Umgangsformen, an die man sich halten kann. Zum Beispiel, nicht am Telefon sprechend in ein Büro treten und dann dort, wo die Büro“insassen“ womöglich auch telefonieren oder gar einen Kunden oder Mitarbeiter im Büro stehen haben, zehn Minuten weiter telefonieren! Hier muss ich ganz klar sagen: bitte draußen bleiben und erst den Raum betreten, wenn das Telefonat beendet ist!
Eine schöne Situation auch in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln: Das Handy klingelt so laut, dass man es im Nebenbus leuten hört und der Handy-Inhaber selbst führt sein Gespräch als wäre er der einzige Mensch weit und breit. Das ist störend und nicht besonders respektvoll gegenüber seinen Mitmenschen.

Drum merken wir und die Regel Nr. 8 der Umgangsformen: H wie Handy.

– Klingelton in geschlossenen Räumen etwas leiser stellen
– Telefonat dezent führen
– Nicht im Büro von anderen seine Gespräche führen

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Umgangsformen: E wie Email

Jeden Tag verschicken und empfangen wir eine beachtliche Anzahl mehr oder weniger sinniger Emails. Und auch hier lehrt uns die Business-Knigge, eine gewisse Form zu wahren und auf den Ton in den Emails zu achten. Und recht hat der Knigge.

So zum Beispiel sollte neben der Begrüßung auch immer der Name des Empfängers stehen! Also nicht nur „Hallo!“ sondern „Hallo Belinda, …“. Es gebietet die Höflichkeit und die Achtung vor dem anderen, diesen mit Namen anzusprechen! In Briefen schreibt man ja auch nicht einfach nur den Text.
Ich meine übrigens nicht den x-ten Email-Verkehr zwischen zwei Personen, irgendwann reagiert man auch nur auf die Antworten. Das ist okay. Aber nicht, wenn man die Leute erstmalig anschreibt oder man die Person vor allem nicht persönlich kennt.

Ein Klassiker ist auch, als Abschluss „MfG“ zu schreiben oder auch einfach gar nichts. Hallo? Auch wenn wir alles vereinfachen in dieser Welt – DAS ist schlichtweg respektlos.

Also denkt schön an Regel Nr. 5 der Umgangsformen: E wie Email

und schreibt die Leute immer brav mit Namen an und verabschiedet Euch standesgemäß. Das man auf die Groß- und Kleinschreibung achtet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen …

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