Yoga-Quickie für’s Büro: Der Anfang

Um Yoga zu üben, muss du nicht unbedingt in ein Studio gehen. Du kannst auch kurze Übungen in deinen Büroalltag einbauen.

Was allen Übungen vorausgeht, ist die Anfangsentspannung, welche du aber auch einfach als eigene Übung einbauen kannst.

So geht’s:

  1. Lockere wenn möglich deine Kleidung (z.B. die Krawatte oder den Gürtel) und setze dich entspannt auf deinen Stuhl, der Oberkörper ist aufrecht und gerade.
  2. Öffne dazu leicht deine Oberschenkel und finde guten Kontakt zur Sitzfläche. Die Unterschenkel stehen dabei senkrecht, so dass die Füße den Kontakt zum Boden spüren.
  3. Atme tief ein und spüre den Fluss deines Atems – lasse dich dabei so weit wie möglich in den Rundrücken hineinfallen.
  4. Der Schwerpunkt deines Oberkörpers liegt über der Beckenmitte. Dabei hängt der Kopf schwer hinab und die Arme ruhen locker auf den Oberschenkeln und haben keine stützende Funktion.
  5. Jetzt schließe sanft deine Augen und bringe deine gesamte Aufmerksamkeit zum Atem.
  6. Beobachte deinen Atemfluss wie er kommt und geht, ohne ihn zu beeinflussen.
  7. Wenn doch Gedanken dazu kommen, schaue dir diesen Gedanken an. Vielleicht hilft es dir, ihn auf eine Wolke zu setzen oder in einen Luftballon zu legen und ihn dann einfach davon ziehen zu lassen.
  8. Nun beobachte wieder deinen Atem: Die kühlere Ein- und die wärmere Ausatmung in deiner Nase.
  9. Nach einigen ruhigen und tiefen Atemzügen, stelle dich langsam darauf ein, dass du die Übung beenden möchtest.
  10. Nimm dazu deine Arme neben den Körper und richte dich sanft auf.
  11. Jetzt hebe die Arme über die Körperseiten und recke und strecke dich.
  12. Gähnen und seufzen ist erlaubt. Beim Ausatmen senke deine Arme wieder ab und streiche dein Gesicht aus.

Warum ist das gut?
Mit deinem Atem kannst du deine Emotionen steuern und deine Gedanken lenken oder beruhigen. Diese Übung ist auch vor einem schwierigen Gespräch oder einer anderen heruasfordernden Situation günstig um dich auf das Bevorstehende zu konzentrieren und zu fokusieren.

Deine Kollegen lachen?
Lade deine Kollegen dazu ein, bei der Übung mitzumachen.

Viel Spaß beim Üben!

Kräftigung der Stimmbänder #4: Nauka Sanchalanasana – Rudern

Die letze Übung aus der Reihe Kräftigung der Stimmbänder konzentriert sich auf die Bauchmuskeln. Dabei wird die Atmung mit der Bewegung koordiniert und in der Übung selbst angehalten.

So geht’s:

  1. Setze dich in den Langsitz.
  2. Beuge deine Beine und stelle die Füße auf den Boden.
  3. Schließe deine Hände zu Fäusten, sodass die Daumen innen liegen.
  4. Führe deine Fäuste seitlich an die Knie. Rücken und Nacken bilden dabei eine Linie.
  5. Lehne deinen Oberkörper mit der Einatmung leicht zurück und hebe die gestreckten Beine etwa bis in Augenhöhe hoch. Die Fäuste bleiben dabei dicht neben den Knien.
  6. Balanciere mit angehaltenem Atem in dieser Stellung deinen Körper auf dem Gesäß.
  7. Kehre mit der Ausatmung wieder in die Ausgangsposition zurück.
  8. Führe diese Übung anfangs 3 x ohne längeres Verweilen durch. Wenn du dich auf diese Weise eingeübt hast, kannst du nun einige Minuten lang in der Position verbleiben.

Achtung!
Diese Übung nicht durchführen bei Leistenbruch, nach Bauchoperationen und bei fortgeschrittener Schwangerschaft , auch während der Menstruation soll dieses Asana nicht geübt werden.

Warum ist das gut?
Diese Übung kräftigt Bauch-, Oberschenkel und Rückenmuskulatur und fördert eine gute Körperhaltung sowie eine schlanke Linie. Sie regt das Bacuhchakra an und hilft bei Sprach- und Artikulationsproblemen.

Viel Spaß beim Üben!

Kräftigung der Stimmbänder #3: Der Fisch – Matsyasana

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass der Fisch schon mal vorgestellt wurde. Jetzt kommt er nochmal weil er in die Reihe zur Kräftigung der Stimmbänder und Verbesserung der Arikulation bestens passt. Ich bemühe mich auch neue Informationen einfließen zu lassen.

Achte bei dieser Übung darauf, durch die Nase einzuatmen und durch den Mund auszuatmen. Konzentriere dich bei der Durchführung auf deinen Hals, das Vishuddhi Chakra

Und so geht’s:

  1. Setze dich in den Langsitz, d.h. du sitzt auf dem Boden und streckst deine Beine aus.
  2. Achte darauf, dass im ersten Schritt dein Oberkörper aufgerichtet ist.
  3. Dann lege dich vollständig auf den Rücken.
  4. Lege nun deine Hände unter deinen Po.
  5. Stütze dich mit deinen Ellbogen auf den Boden auf und beuge dich zurück, bis der Scheitel den Boden berührt.
  6. Die Wirbelsäule ist gleichmäßig durchgestreckt.
  7. Atme gleichmäßig durch die Nase ein und durch den Mund aus.
  8. Verbleibe in dieser Position, so lange es dir angenehm ist.
  9. Komme langsam mit Hilfe der Ellbogen in die Rückenlage zurück.
  10. Führe diese Übung anfangs 3 x ohne längeres Verweilen durch.
  11. Nachdem du sie auf diese Weise eingeübt hast, bleibe mit normalem Atem für einige Minuten in der Position.

Achtung:
NICHT
nach einer Bauchoperation oder einem Leistenbruch ddurchführen. Bei Problemen im Bereich der Halswirbelsäule, Bluthochdruck oder bei Schwindelgefühl soll diese Asana ebenfalls vermieden werden.

Warum ist das gut?

Diese Übung kräftigt das Atemsystem und hilft gegen Asthma, Bronchitis und chronische Halserkrankungen. Außerdem regt sie die Nierentätigkeit an und aktiviert die Schilddrüsenfunktion. Sie wirkt aktivierend und harmonisierend.

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Viel Spaß beim Üben! 🙂

Kräftigung der Stimmbänder #2: Schlafender Vishnu – Anantasana

Diese Übung kannst du auch hervorragend an den Löwen anschließen, quasi um zu entspannen. Vishnu schlief ja scheinbar so.

Konzentriere dich auf deinen ganzen Körper, deine Atmung ist normal.

Und so geht’s:

  1. Lege dich auf den Rücken und drehe dich dann auf die Seite mit deinem Oberarm auf dem Fussboden, dein Ellenbogen ist gebeugt und dein Kopf wird durch die Hand gestützt.
  2. Achte darauf, dass du dich nicht nach hinten oder vorne lehnst, lasse jedoch dein gesamtes Gewicht auf der Seite auf der du liegst.
  3. Wenn du auf der rechten Seite liegst, beuge dein linkes Knie, nimm deinen linken großen Zeh mit der linken Hand und strecke das Bein gerade aus, die Fußsohle zeigt nach oben.
  4. Jetzt sind deine Knie gerade und du ziehst den Fuß näher zum Kopf.
  5. Halte diese Position 30 Sekunden bis 1 Minute, dann gehe langsam heraus und wiederhole die Űbung auf der anderen Seite.


Warum ist das gut?

Anantasana ist eine sehr gute Übung um die Muskeln deines Rückens und die Körperseite zu strecken ebenso wie die hintere Oberschenkelmuskulatur und die Wadenmuskeln. Deine Beckenboden- und Hüftmuskeln werden gestärkt und deine Bauchmuskeln werden gefestigt. Zusätzlich stärkst du die Muskeln der Achselhöhlen und Schultern. Anantasana verbessert die Beweglichkeit deiner Beine und beugt einem Leistenbruch vor. In vielen Fällen kann diese Yoga Űbung auch gut bei Rückenschmerzen sein.

Daneben reduziert Anantasana auch mentalen Stress und Erschöpfung sowie die Auswirkungen davon. Stressbedingte Störungen wie Abgeschlagenheit können mit einem Übungsset, das diese Stellung beinhaltet, verhindert und geheilt werden.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Kräftigung der Stimmbänder #1: Der Löwe – Simhasana

Wieder beginnt ein neues Jahr, was liegt also näher als unsere Stimmbänder ein bisschen zu ölen und zu kräftigen und unsere Artikulation zu verbessern? Das passt auch bestimmt zu dem ein oder anderen Vorsatz, also los geht’s mit

Dem Löwen – Simhasana

Konzentriere dich auf die Muskelspannnung während des A-Lautes, deine Atmung wird mit der Bewegung koordiniert.

So geht’s:

  1. Setze dich in den Fersensitz, auch Diamantsitz genannt, in der Fachsprache Vajrasana.
  2. Die Zehen können dabei aufgestellt oder gestreckt sein, die Knie hältst du etwas auseinander.
  3. Lege deine Hände auf die Knie und strecke die Arme durch, aber nicht überstrecken.
  4. Atme tief durch die Nase ein und hebe dabei die Schultern etwas hoch.
  5. Atme jetzt kräftig durch den Mund aus.
    Gleichzeitig stützt du die Hände fest auf deine Knie und spreizt die Finger weit auseinander.
  6. Auch wenn es lustig aussieht, es sieht dich ja keiner: reiße die Augen weit auf und blicke nach oben.
  7. Strecke die Zunge dabei heraus und jetzt kommt das Wichtigste: töne ein lautes, offenes »Ahhhh«.
    Achte darauf, daß der A-Laut nicht vom Hals, sondern aus dem Bauch kommt.
  8. Mit der Einatmung komme wieder in die Ausgangsposition zurück.
  9. Wiederhole die Übung bis zu 10 Mal.

Warum ist das gut für die Stimmbänder?

Diese Übung wirkt auf den Stimmbandschluss und auf das Zwerchfell. Dieses Asana trainiert die Stimmbänder und ist auch für Menschen mit Sprechschwierigkeiten, wie Stottern, zu empfehlen. Hilft auch bei Hals-, Nasen-, Ohren und Mundkrankheiten.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Om Shanti Om im Allgäu

Ich war unterwegs. 🙂

Reisezweck: Yogaferienwoche
Ereignisort: Allgäu, Maria Rain
Gruppengröße: 15 Teilnehmer/innen (ja, es gab auch Männer)
Motto: Om Shanti Om

Ankunft in Maria Rain, Allgäu (nachdem ich erst einmal am Ort des Geschehens vorbei gefahren bin). In einem Ashram. Umgeben von Yogakühen. Hier muss auch die Inspiration für die Yogakuh entstanden sein:

Yogakuh

Die Integration der Kühe in den Ashram hat super funktioniert, der Ashram hat sich ebenso super in die dörfliche Gemeinschaft eingefügt. Und meine Integration lässt noch etwas auf sich warten, nachdem ich nach meiner Ankunft mich zu meinem zwar gebuchten Doppelzimmer suche (ich habe mich von meiner inneren Stimme leiten lassen nachdem der Empfang nicht in der Lage war mir den Weg zu erklären) aber eigentlich auf Alleinnutzung eingestellt war und dann jemanden in meinem Zimmer vorfinde. Ich lache in mich hinein, so ist das bei den Yogis, da sieht man das nicht so eng. Also tue ich das auch nicht. Bisschen blöd wird es aber, als meine Zimmer-Partnerin und ich feststellen, dass es nur ein Bett gibt in diesem Doppelzimmer (Einzelbett, 90cm). Aber auch das relaxed der erfahrene Yogi weg: keine 4 Stunden später steht das zweite Bett tatsächlich in dem Raum und nach inzwischen 1,5 Stunden Yoga, anschließendem Abendessen sowie Kennenlernen in der Gruppe, kann auch ich mich ruhigen Gemüts auf die bevorstehende Nachtruhe freuen.

Nachdem ich in den neuen Tag mit einer Meditation, Mantra singen (mit abschließender Lichtweihe und Obst als Opfergabe, welches auch mit Licht gesegnet wurde …), einem yogischen Vortrag und einer anderthalbstündigen Yogastunde gestartet bin, erfahre ich, dass nicht alle so viel Glück mit dem Zimmer hatten wie ich und sende ein Dankesmantra an das Höhere. Manche mussten in einem 6-Bett-Zimmer schlafen oder in einem Raum ohne Waschgelegenheit. Angesichts eines 5-Tages-Aufenthalts muss man das schon mal erwähnen und auch kritisch beäugen. Aber meine Empathiefähigkeit ist gestiegen und ich sympatisiere mit den armen Yogis. Vermutlich wegen des in Licht getränkten Obstes. Die Gruppenbildung hat begonnen.

Am frühen Nachmittag trifft sich die Gruppe zu einem gemeinsamen Spaziergang durch die Natur des Allgäus, die Kühe mussten wir allerdings auf ihrer Weide lassen. Schnell wird deutlich, dass es einige gibt, die mit dem Kaffee-Entzug nicht klar kommen und sich erste Kopfschmerzen melden. Selbstverständlich schließen die Kaffee-Junkies ihren Spaziergang mit einem Kaffee beim ortsansäßigen Dealer ab – es gibt da nichts, was es nicht gibt. Sogar Allgäuer Hüte.

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Der Kaffeekonsum wiederum bekommt unseren Karmas nicht so gut, daher stürmen wir dann die Nachmittags-Yogastunde um Pluspunkte zu sammeln. Beim anschließenden Abendessen kristallisiert sich der Karma-Meister der Gruppe heraus, der fortan die Karma-Konten der einzelnen Gruppenmitglieder verwaltet. Ihm entgeht nichts. Dadurch steigt sein eigenes Karmakonto enorm.

Der Tag wird im Ashram wieder mit einer Meditation und dem Singen abgeschlossen, letzteres spare ich mir allerdings, ich habe noch genug Licht vom Morgen über. Unser Kursleiter erzählt uns noch etwas zu Yoga und ab 22:45 Uhr ist Nachtruhe und damit Schweigen angesagt. Bis 7:30 Uhr. Ich bin mir nicht sicher ob das in den Zimmern auch gilt, meine Zimmermitbewonerin reagiert verstört als ich sie deutlich vor dieser Zeit frage ob es ihr gut geht (sie war schon wach).

Deutlich vor dieser Zeit bedeutet aber auch deutlich nach der üblichen Ashram – Startzeit, da geht es um 6 Uhr morgens mit Atemübungen los. Aber auf diese wie auch auf das Mantrasingen am Morgen verzichte ich, das gesegnete Obst wirkt einfach noch zu stark nach. 😛

Nachdem ich zur Mitte der Woche dann aber von Migräne befallen werde und mein niedriges Karma-Konto dafür verantwortlich mache, gehe ich am Abend dann doch nochmal zum Singen da es auch einige Stimmen in der Gruppe gab, die meinten, das die Vorabende sehr schön waren. Nun ja, was soll ich sagen. Ich leuchte immer noch (4 Tage später).

Unser Karma-Konto-Verwalter hat inzwischen einen eigenen spirituellen Namen erhalten weil er so stark aufgestiegen ist und wir jemanden zur Orientierung benötigen. Deshalb freuen wir uns auch alle auf Kaffee und Kuchen mittags nach dem Wandern an den letzten beiden Tagen und bringen eine tolle Dynamik in die Gruppe.

Zum Abschluss erhalte ich nicht nur eine Bestätigung des Ashrams das ich wirklich dort war sondern auch ein sehr nettes und kreatives Karma-Zeugnis des Karma-Gurus. Obwohl ich mich auch auf meine Reise zurück in das Weltliche freue, bin ich doch sehr traurig das (trotz aller Widrigkeiten) eine wunderbare und erfüllte Yogaferienwoche zu Ende geht. Ich habe es so genossen, an nichts zu denken, wirklich abschalten zu können und an einem Ort zu sein, an dem die Zeit zu stehen scheint.

Meine Wiedereingliederung in das Weltliche erfolgte mittels Stau sehr rasch, aber dank meines Wissens um die Wechsel- und Bauchatmung hatte ich das schnell im Griff. Ich werde sicher (wieder) einiges in meinen Alltag einfließen lassen und nicht nur die körperlichen, sondern vor allem die geistigen Übungen stärken.

Om Shanti Om. 🙂

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Vertiefte Atmung und Kräftigung der Lungen – Teil 4: Trikonasana – Triangel

Das Trikonasana harmonisiert das Nervensystem und fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule und die Beinstabilität. Die seitlichen Muskeln des Rumpfes und die hintere Oberschenkelmuskulatur werden gedehnt. Und natürlich vertieft die Übung die Atmung und lenkt sie vermehrt in die seitlichen Bereiche des Brustkorbs.

Übungsfolge:

  1. Stelle Dich mit gegrätschten Beinen fest und stabil auf den Boden.
  2. Atme tief ein.
  3. Mit der Ausatmung neigst Du Deinen Oberkörper nach rechts.
  4. Die rechte Hand gleitet am gestreckten Bein entlang bis zum Knöchel.
  5. Die linke Hand bewegt sich entlang der linken Körperseite hinauf bis zur Achselhöhle.
  6. Richte den Blick zum linken Ellbogen und bleibe kurz in dieser Position.
  7. Mit der EInatmung richtest Du Dich langsam auf.
  8. Bleibe nach jeder Runde kurz in der Ausgangsposition mit normalem Atem.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Utthita Trikonasana - Das gestreckte Dreieck

Vertiefte Atmung und Kräftigung der Lungen – Teil 3: Hasta Utthanasana – Arme über dem Kopf kreuzen

Eine weitere Übung um Deinen Atem zu intensivieren und Deine Lungen zu kräftigen, ist Hasta Utthanasana.

Wenn Du viel sitzend tätig bist, wird Dir diese Übung besonders gut tun, da sie die Schultern entspannt, die Muskeln des Brustkorbs dehnt und den Rücken kräftigt. Ganz nebenbei fördert diese Übung eine tiefe Atmung, besonders in den seitlichen Bereichen des Brustkorbs. Außerdem tust Du mit diesem Asana etwas für die Beruhigung und Harmonisierung Deines Geistes.

Übungsfolge:

  1. Stelle Dich mit leicht gegrätschten Beinen fest und stabil auf den Boden.
  2. Dein Rücken ist gerade und entspannt.
  3. Mit der Einatmung hebst Du die gestreckten Arme zur Seite bis auf Schulterhöhe.
  4. Mit der Ausatmung kreuzt Du die Arme über dem Kopf.
  5. Wieder mit der Einatmung senkst Du die Arme wieder bis auf Schulterhöhe.
  6. Mit der Ausatmung lässt Du Deine Arme ganz herabsinken und kehrst in die Ausgangsstellung zurück.
  7. Wiederhole diese Übung 10 Mal.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Vertiefte Atmung und Kräftigung der Lungen – Teil 2: Dehnen des Brustkorbs

Wenn ihr noch eine andere Übung zur Ergänzung der ersten machen oder die erste auch ersetzen wollt, kommt hier eine Alternative. Je nachdem.

Mit der Dehnung des Brustkorbs wirkst Du nicht nur einem Rundrücken entgegen, sondern Du dehnst auch die Brustmuskulatur und vertiefst Deine Atmung besonders im Brustbereich. Außerdem kräftigt die Übung Hand-, Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur.

Übungsfolge:

  1. Stelle Dich mit leicht gegrätschten Beinen fest hin.
  2. Hebe Deine Arme vor dem Körper bis auf Schulterhöhe und winkle Deine Ellbogen an.
  3. Schließe nun Deine Hände zu Fäusten, wobei die Daumen innen liegen.
  4. Drücke Deine Unterarme aneinander.
  5. Drücke mit Deiner Einatmung Deine Fäuste fest zusammen, spanne die Armmuskeln an und bewege die Arme seitwärts weit nach hinten.
  6. Die Oberarme bleiben dabei auf Schulterhöhe.
  7. Mit der Ausatmung bewegst Du Deine Arme wieder zueinander.
  8. Halte die Muskelspannung.
  9. Führe diese Bewegung 5 x langsam und konzentriert durch und kehre wieder in die Ausgangsstellung zurück.

Wie immer gilt: je öfter Du übst, desto eher wirst Du einen Fortschritt bemerken. Tue es für Dich, in Deinem Tempo und sei geduldig und freundlich mit Dir.

Vertiefte Atmung und Kräftigung der Lungen – Teil 1: Shashankasana – Der Hase

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da machte sich eine blööööggende Joanna hier breit.
Sie schrieb und schrieb und schrieb – und wart dann plötzlich nie mehr gesehen.
Doch dies ist nun vorbei, sie ist zurück, juhe. 😛

Und starten möchte ich gleich topfit in den Frühling – mit einer vertieften Atmung und Kräftigung der Lungen.

Eine tiefe Atmung hilft uns dabei, besonders in Stresszeiten ausgeglichen zu bleiben. Der richtige Atemrhythmus kann darüber hinaus zu einer verbesserten Energieversorgung und widerstandsfähigeren Gesundheit führen.
Eine tiefe Atmung kann bei regelmäßiger Übung Schmerzen lindern, Verdauungsstörungen beheben und das Gehirn stärken. Je besser die Zellen mit Sauerstoff versorgt sind und je effektiver der Abtransport von Giftstoffen vollzogen wird, desto stärker und gesünder fühlen wir uns. Sowohl körperlich als auch geistig.

Eine von mehreren geeigneten Übungen ist Shashankasana – der Hase.

Übungsfolge:

  1. Nimm eine auf den Knien sitzende Haltung ein (Vajrasana) und lege die Hände auf die Oberschenkel.
    Der Oberkörper ist gerade und entspannt.
  2. Hebe mit der Einatmung beide Arme über den Kopf.
  3. Mit der Ausatmung beugst Du Deinen Oberkörper und Deine Arme von der Hüfte aus mit geradem Rücken nach vorn, bis Arme und Stirn den Boden berühren. Das Gesäß bleibt auf den Fersen.
  4. Bleibe mit normaler Atmung eine Weile in dieser Position.
  5. Entspanne den ganzen Körper, besonders die Schultern, den Nacken und den Rücken.
  6. Mit der Einatmung von der Hüfte aus den geraden Rücken und die gestreckten Arme wieder hoch heben.
  7. Mit der Ausatmung in die Ausgangsposition zurück komme.

Führe die Übung insgesamt 3 x durch. Nimm Dir für die Ein- und Ausatmung jeweils gerne etwas Zeit. Du hast keine Eile.
Versuche, bei dem letzten Durchgang ein wenig länger zu verharren. Spüre bewusst die Wirkung der Atembewegungen auf Deine Wirbelsäule.

Besonders gut für:

Diese Übung verbessert die Durchblutung des Kopfes und hat daher eine positive Wirkung auf die Augen und die Gehirntätigkeit. Sie hilft außerdem gegen Müdigkeit, Nervosität und negative Stimmung und wirkt beruhigend und fördert die Konzentration. In dieser Position entspannt sich der ganze Rücken; die Atmung in den Rücken wird vertieft. Die Bauchatmung wirkt wie eine sanfte Massage der Verdauungsorgane.

Achtung:
Nicht durchführen bei Bluthochdruck, erhöhtem Augendruck oder bei Schwindel.

Shashankasana - Hase 1 Shashankasana - Hase 2 Shashankasana - Hase 3